Nachdem Malta erst im Jahre 1964 von Großbritannien unabhängig wurde richtete man eine Republik als Staatsform ein. Folglich verfügt das Land über ein Parlament (Repräsentantenhaus), das Kabinett stellt die Regierung dar. Die 65 Abgeordneten des Repräsentantenhauses werden alle fünf Jahre gewählt und bilden die Legislative. Der Premierminister bildet zusammen mit seinen verschiedenen Ministern (zum Beispiel mit dem Gesundheitsminister oder dem Finanzminister) die Exekutive. Wie in jeder Republik gibt es auch in Malta eigenständige Gerichte (Judikative).
Eine Besonderheit ist, dass auf Malta die Wahlbeteiligung traditionell sehr hoch ist, in der Regel über 90%. Darüber hinaus werden regelmäßig sehr knappe Wahlergebnisse erzielt. Die konservative Partei Partit Nazzionalista (kurz: PN) und die Arbeiterpartei (Malta Labour Party, kurz: MLP) sind faktisch die einzigen Parteien, die politisch von größerer Bedeutung sind. Bei den letzten Wahlen im Februar 2008 gewann die PN mit 1.542 Stimmen Vorsprung vor der MLP. Generell wird die Parteienzugehörigkeit innerhalb der Familien meist von Generation zu Generation weitergegeben.
Seit dem Betritt zur Europäischen Union, der durch eine Volksabstimmung von knapp 54% der Bevölkerung unterstützt wurde, ist Malta das kleinste Land dieser Vereinigung. Des Weiteren ist das Land ein Mitglied im Commonwealth of Nations, welcher als gemeinsames Oberhaupt den britischen Regenten, derzeit also Queen Elisabeth II., haben. Die Mitgliedschaft in diesem Staatenbund, welchem vornehmlich ehemalige britische Kolonien angehören, privilegiert die Malteser beim Reisen und beim Aufenthalt in den meisten Mitgliedsstaaten.