Bei einem Aufenthalt in Malta ist zu beachten, dass man nicht, wie in Mitteleuropa üblich, auf der rechten Seite fährt. Der Linksverkehr kann nämlich bei zu wenig Aufmerksamkeit zu Unfällen führen. Des Weiteren ist man bei einem Aufenthalt in Malta sicherlich über den Fahrstil der Malteser verwundert, da diese die Geschwindigkeitsregelungen oder den Linksverkehr oft nicht einhalten.
Obwohl die maltesische Regierung bemüht ist ihre Infrastruktur zu verbessern und viel Geld in den Straßenbau investierte, befinden sich bis heute noch immer viele Straßen, vor Allem auf dem Land, in einem recht schlechten Zustand. Eisenbahnstrecken stellten sich bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als unrentabel dar, weshalb der öffentliche Nahverkehr heute durch ein relativ dichtes Busnetz abgedeckt wird. Die gelben Busse befinden sich dabei im Privatbesitz der Busfahrer und stammen des Öfteren noch aus der Kolonialzeit. Viele Busfahrer richten ihre Busse nach ihrem eigenen Geschmack ein. Seit Kurzem werden nun jedoch diese alten Fahrzeuge durch neue Niederflurbusse, die auch in den meisten deutschen Städten eingesetzt werden, ersetzt.
Neben dem internationalen Flughafen Maltas, welcher sich in Luqa befindet, gibt es auch noch zahlreiche Fährverbindungen in europäische Städte. Von der Hauptstadt Valletta kann man ein- bis zweimal in der Woche nach Tripolis in Libyen mit dem Schiff reisen, weitere Verbindungen gibt es nach Valencia (Spanien), Catania (Sizilien), Reggio Calabria und Salerno (beide Süditalien). Auch zwischen den einzelnen Inseln Maltas gibt es Fährdienste, wenn dafür auch manchmal nur sehr kleine Personenfähren eingesetzt werden. Zwischen dem internationalen Flughafen und Gozo, der zweitgrößten Insel, gibt es auch einen Hubschraubershuttle-Service.
Insgesamt sind die Malteser Autofans und können sich oft für Oldtimer begeistern. Deshalb ist möglich im Straßenverkehr gut gepflegten Oldtimern zu begegnen. Darüber hinaus gibt es auf Maltas Straßen viele Youngtimer, die jedoch meistens nicht derart gepflegt sind und nur zum Gebrauch verwendet werden. Am häufigsten trifft man wohl auf ältere japanische Fahrzeuge, dem Fiat Panda, französischen Autos oder Automobile aus englischer Produktion (zum Beispiel Ford Escort). Die wenigen deutschen Autos (hauptsächlich Mercedes) werden häufig als Taxis verwendet.