Malta ist einer der kleinsten Staaten der Welt und zählt somit zu den so genannten Zwergstaaten. Mit einer Größe von 316 Quadratkilometern ist das Land kleiner als Bremen und etwa doppelt so groß wie Liechtenstein. Die sich im Mittelmeer befindlichen Inseln liegt etwa 80 Kilometer südlich von Sizilien.
Die Hauptinsel Malta, die gerade einmal 13 Kilometer breit und 28 Kilometer lang ist, beherbergt die Hauptstadt Valletta. Nordöstlich von Malta befindet sich im etwa 4,5 Kilometer breiten Gozokanal zwischen Malta und der Insel Gozo eine Insel namens Comino und Cominotto. Darüber hinaus gibt es südlich der Hauptinsel noch Filfla und die Saint Pauls Islands. Das Erscheinungsbild der Küsten variiert von Ort zu Ort sehr stark. Während man auf Malta im Osten und Nordosten viele Buchten und flache Strände vorfinden kann, trifft man im Südwesten und Norden auf schroffe Felsformationen und Steilküsten.
Die Inselgruppe Malta existiert erst seit etwa 2-3 Millionen Jahren und erhob sich im Erdzeitalter Pliozän aus dem Meer. Die Eilande liegen auf einer ehemaligen Landbrücke zwischen Europa und Afrika, welche einst das Mittelmeer in zwei Teile aufspaltete. Nachdem Malta aus dem Erdboden auftauchte neigte sich die Oberfläche Richtung Nordosten, weshalb hier flache Strände zu finden sind, worauf sich folglich die felsige Küste im Südwesten bildete.
Das Klima auf Malta lässt sich als subtropisch beschreiben. Auf Grund der Lage im Meer kommt es zu milden und feuchten Wintern und warmen und trockenen Sommern, also zu maritimen Klima. Sollte es auf Malta zu Niederschlägen kommen, so handelt es sich meist um kurze und starke Regenschauer, Dauerregen ist unüblich. Die Luftfeuchtigkeit liegt während des ganzen Jahres um die 75%.
Die tiefste Temperatur, die jemals auf Malta gemessen wurde, ist minus 1,2 Grad Celsius. Die Höchsttemperaturen liegen jedoch nur knapp über 30 Grad Celsius. In den Sommermonaten kann die Durchschnittstemperatur bis 26 Grad sein, wohingegen im Winter diese bis auf 12 Grad sinken kann. Die letzten Schneefälle ereigneten sich im Januar des Jahres 1962. Die Sonnenstunden pro Tag schwanken von etwa 5 Stunden im Dezember bis 13 Stunden im Juli.
Das größte Problem der Inselgruppe ist jedoch die schlechte Verfügbarkeit von Trinkwasser, da es keine Flüsse gibt und Meerwasser nicht zum Trinken geeignet ist. Der Großteil der Niederschläge verdunstet oder fließt ungenutzt ins Meer, weshalb lediglich 15 bis 20 Prozent der Regenfälle in unterirdische Wasserreservoirs fließen. Die Vereinigten Nationen (UN) bezeichnen Malta sogar als wasserärmstes Land der Erde. Deshalb ist das Land auf ausländische Hilfe angewiesen, so dass während der Sommermonate immer wieder Tankerladungen mit Wasser von Sizilien in den Häfen ankommen.