Malta ist das am dichtesten besiedelte Land in Europa mit einer Bevölkerungsdichte von knapp 1.300 Einwohnern pro Quadratkilometer (zum Vergleich: in Deutschland leben 230 Einwohner pro Quadratkilometer). Die 410.00 Bewohner des Landes leben zu über 90% in den Städten. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte steigen die Einwohnerzahlen um knapp 1% jährlich. Comino ist die maltesische Insel mit den wenigsten Bewohnern, dort leben ganzjährig nämlich nur 5 Personen.
Die Bevölkerung Maltas geht aus vielen verschiedenen Völkern der Antike und des Mittelalters hervor. Es vermischten sich im Laufe der Zeit Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Sizilianer und Normannen. Bemerkenswert ist, dass etwa 400.000 Malteser nicht in den heimischen Regionen leben, sondern im Ausland, meistens in Großbritannien oder Italien. Viele junge Einwohner verlassen das Land um in anderen europäischen Ländern Geld zu verdienen, damit sie später ein finanziell unbesorgtes Rentnerdasein auf Malta führen zu können. Auch einige Ausländer (etwa 1,8% der Bevölkerung), vor Allem Briten, Italiener, Araber, Inder und Deutsche, leben auf dem Archipel.
Um etwa 800 v. Chr. siedelten sich dann Phönizier, aus welchen später die Karthager hervorgingen, auf der Insel an und gründeten Handelsniederlassungen. Sie vermischten sich mit den bereits ansässigen Bewohnern und brachten ihre Kultur ins Land. Nachdem die Karthager die Handelsposten übernahmen und immer größeren Einfluss gewannen wurde Malta ein wichtiger Umschlagplatz für Stoffe, Olivenöl und Honig. Darüber hinaus gab er bereits damals einige Werften auf der Insel (heute ist der größte Arbeitgeber des Landes die Werft Malta Drydocks). Neben den Karthagern lebten wohl auch einige Griechen auf dem Archipel.
Die Malteser stellen sich als gastfreundliche und herzliche Menschen dar. Im Gegensatz zu den offenen Italienern sind sie jedoch meist etwas zurückhaltender, eine Parallele stellt jedoch die Achtung und Wichtigkeit der Familie dar. Auf Grund der vielen verschiedenen Besatzern und jahrhundertelanger Fremdherrschaft lässt sich sagen, dass die Malteser durchaus anpassungsfähig sind. Die Bewohner Maltas verfügen über ein ausgeprägtes Nationalgefühl. Wie es in Südeuropa meist üblich ist, halten auch die Malteser am frühen Nachmittag Siesta ab und erledigen ihre Geschäfte meist abends bei einem Stadtbummel. Das Zeigen von zu viel Haut gilt auf Malta als verpönt, weshalb beispielsweise auch das Baden oben ohne verboten ist. Minirocks oder Hot Pants gelten als anstößig.
Die Malteser haben mit Maltesisch (auch: Malti) eine eigene Sprache, welche immerhin über 330.000 Muttersprachler verfügt. Diese ist eine semitische Sprache, das bedeutet sie ist die einzige europäische Sprache welche aus eine afroasiatischen Sprache entstanden ist. Für Maltesisch diente ein arabischer Dialekt als Grundlage. Diese ist neben Englisch offizielle Amtssprache im Land. Viele Malteser identifizieren ihre Nationalität durch das sprechen der eigenen Sprache. Viele Wörter der Sprache haben jedoch ihren Ursprung nicht im Arabischen, sondern im Italienischen.
Die eindeutige Mehrheit der Malteser bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben (98%), weshalb es nur sehr wenige Protestanten, Muslime, Juden oder Orthodoxe gibt. Die Anhänger des Islams sind meist Auswanderer muslimische Staaten wie Libyen oder Syrien. Wegen dem hohen Anteil an Katholiken fanden auch einige Regeln des Glaubens Einzug in die Gesetzgebung. So sind Schwangerschaftsabbrüche nicht erlaubt und eine Ehescheidung ist nicht möglich. Der Katholizismus ist auch die offizielle Staatsreligion.